Das Wichtigste in Kürze
- Morbus Dupuytren ist eine Erkrankung der Hohlhand, die Finger dauerhaft krümmt und so zur Berufsunfähigkeit führen kann.
- Ob Berufsunfähigkeit vorliegt, bedeutet nicht die Diagnose allein, sondern wie stark die Einschränkung deine berufliche Tätigkeit trifft.
- Für den Anspruch auf die Berufsunfähigkeitsrente musst du belegen, dass du deinen Beruf zu unter 50 Prozent ausüben kannst.
- Eine BU trotz Morbus Dupuytren ist oft möglich, meist mit Zuschlag oder Ausschluss. Kläre deine Chancen vorab mit einer Risikovoranfrage.
Wenn sich die Finger nicht mehr strecken lassen, wird jeder Handgriff zur Hürde. Genau das passiert bei Morbus Dupuytren. Für viele stellt sich die Frage, wann Morbus Dupuytren berufsunfähig macht und wann die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt. Hier bekommst du die wichtigsten Antworten und eine ehrliche Einschätzung.
Was ist Morbus Dupuytren?
Morbus Dupuytren ist eine gutartige Bindegewebserkrankung der Hohlhand. Es bilden sich Stränge und Knoten, die einzelne Finger dauerhaft in eine Beugestellung ziehen. Regelmäßige manuelle Arbeit gilt als begünstigender Faktor, häufig sind Männer im mittleren und höheren Alter betroffen. Typische Folgen sind:
- tastbare Knoten und Stränge in der Hohlhand
- Finger, die sich nicht mehr vollständig strecken lassen
- Kraft- und Funktionsverlust beim Greifen und Halten
Eine Operation kann die Beugekontraktur lösen, sie kehrt aber oft zurück. Ein Arzt stellt die Diagnose meist per Blickdiagnose und Tastbefund.
Wann führt Morbus Dupuytren zur Berufsunfähigkeit?
Berufsunfähig bist du, wenn du deinen zuletzt ausgeübten Beruf wegen Morbus Dupuytren voraussichtlich sechs Monate zu unter 50 Prozent ausüben kannst. In manuellen und körperlich fordernden Berufen reicht dafür oft schon eine einzelne Einschränkung, denn ohne funktionierende Finger sind Greifen, Halten und präzise Handgriffe kaum möglich.
| Beruf | Belastung der Hand |
|---|---|
| Handwerk, Maler, Pflege | Sehr hoch: Griffkraft unverzichtbar |
| Berufskraftfahrer, Montage | Hoch: sicheres Greifen nötig |
| Bürojob | Mittel: je nach Fingerbeteiligung |
Ein Maler oder Berufskraftfahrer mit fortgeschrittenem Morbus Dupuytren ist häufig berufsunfähig, während ein Büroangestellter oft weiterarbeiten kann. Deshalb prüft die Versicherung immer den Einzelfall, und die konkrete berufliche Rolle der Hand spielt die entscheidende Rolle.
Berufsunfähigkeitsversicherung trotz Morbus Dupuytren
Morbus Dupuytren ist selten ein Grund für eine generelle Ablehnung. Der Abschluss ist meist möglich, jeder Versicherer entscheidet nach individueller Risikoprüfung, häufig mit Zuschlag oder Ausschluss für Hände und Finger. Beantworte die Gesundheitsfragen vollständig und wahrheitsgemäß (vorvertragliche Anzeigepflicht). Am sichersten ist eine anonyme Risikovoranfrage, ohne dass eine Ablehnung aktenkundig wird. Alternativen sind die Grundfähigkeitsversicherung oder Lösungen ohne umfangreiche Gesundheitsfragen.
Anspruch auf Berufsunfähigkeitsrente durchsetzen
Für den Anspruch auf die Berufsunfähigkeitsrente musst du belegen, wie Morbus Dupuytren deinen Beruf beeinträchtigt: handchirurgische Befunde und eine genaue Tätigkeitsbeschreibung. Wird der Antrag abgelehnt, ist das nicht das Ende, denn viele Ablehnungen halten einer Prüfung nicht stand. Mehr unter BU zahlt nicht.
Fazit
Morbus Dupuytren kann besonders manuelle Berufe berufsunfähig machen. Entscheidend ist nicht die Diagnose, sondern die Einschränkung im konkreten Beruf. Sichere dich früh ab oder kläre deine Chancen mit einer Risikovoranfrage und setze im Ernstfall deinen Anspruch mit sauberen Unterlagen durch.
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Eine anonyme Risikovoranfrage klärt deine Chancen trotz Morbus Dupuytren vorab.
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Häufige Fragen
Ist Morbus Dupuytren eine anerkannte Krankheit für die BU?
Bekomme ich mit Morbus Dupuytren noch eine BU?
Welche Berufe trifft Morbus Dupuytren am stärksten?
Quelle: Deutsche Rentenversicherung
