Dienstunf√§higkeitsversicherung f√ľr Polizisten: Gut abgesichert

  • Polizisten sind teilweise hohen Risiken f√ľr eine Dienstunf√§higkeit ausgesetzt

  • Eine Dienstunf√§higkeitsversicherung ist eine private Absicherung f√ľr Polizeibeamte

  • Wichtigen Informationen f√ľr Polizisten auf dieser Seite zu finden

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Das Wichtigste in K√ľrze

  • Polizeibeamte haben einen schweren Beruf voller Risiken. Es kann passieren, dass sie dienstunf√§hig werden. Die Versicherung ist eine Absicherung dagegen.
  • Gegen die finanziellen Folgen solcher Vorkommnisse k√∂nnen sich Beamte durch eine Dienstunf√§higkeitsversicherung absichern. Versicherer bieten Absicherung gegen Dienstunf√§higkeit sowohl f√ľr Beamte auf Lebenszeit als auch f√ľr Beamte auf Probe an.
  • Sowohl f√ľr Beamte auf Lebenszeit als auch f√ľr Beamte auf Widerruf ist es sinnvoll, die Versicherung abzuschlie√üen, da sie jederzeit dienstunf√§hig werden k√∂nnen.

Inhalt

Was ist eine Dienstunf√§higkeitsversicherung f√ľr Polizisten und wie sinnvoll ist die Versicherung?

Es steht au√üer Frage, dass Polizist ein gef√§hrlicher Beruf ist. Zwar ist die Zahl von get√∂teten Polizeibeamten in Deutschland zum Gl√ľck nur gering, aber andererseits beklagt die Gewerkschaft der Polizei, dass Gewalt gegen Polizeibeamte immer mehr zunimmt.

Die Angriffe erfolgen meistens in sogenannten „b√ľrgerlichen“ Wohngegenden. In mehr als Drei Viertel aller F√§lle sind die Angreifer alkoholisiert. Der Alkohol enthemmt sie und f√ľhrt nicht selten zur Dienstunf√§higkeit auf Lebenszeit.

Eine Dienstunf√§higkeitsversicherung f√ľr Polizeibeamte ist eine private Versicherung, die den Versicherungsschutz des Staates erg√§nzt und den Beamten ein Ruhegehalt sichert, wenn sie den Anforderungen des Polizeidienstes nicht mehr gen√ľgen und eine allgemeine Dienstunf√§higkeit durch den Dienstherrn festgestellt wird.

Die Dienstunf√§higkeitsversicherung f√ľr Polizeibeamte √§hnelt der Berufsunf√§higkeitsversicherung f√ľr Besch√§ftigte in der privaten Wirtschaft. Wie diese ist sie eine existenzielle Versicherung, da permanente Dienstunf√§higkeit ein existenzbedrohendes Ereignis darstellt.

Was bedeutet Dienstunfähigkeit bzw. wenn Beamte dienstunfähig werden?

Zu dieser Frage gibt das Bundespolizeibeamtengesetz eine klare Auskunft. Ein Polizist gilt als dienstunf√§hig oder berufsunf√§hig, wenn er den besonderen gesundheitlichen Anforderungen des Polizeivollzugsdienstes nicht mehr gen√ľgt.

Eine Polizeidienstunfähigkeit liegt dann vor, wenn abzusehen ist, dass der Beamte seine volle Verwendungsfähigkeit innerhalb der nächsten 2 Jahre nicht wieder erlangen wird.

In solchen Fällen beauftragt der Dienstherr einen Amtsarzt mit der Erstellung eines Gutachtens und entscheidet dass der Polizist wegen Berufsunfähigkeit in den Ruhestand versetzt wird.

Die allgemeine Dienstunfähigkeit

Die DU-Versicherung unterscheidet zwischen allgemeiner und spezieller Dienstunf√§higkeit. Eine allgemeine Unf√§higkeit f√ľr den Einsatz im Polizeidienst liegt vor, wenn allgemeine medizinische Gr√ľnde vorliegen, die dazu f√ľhren dass der Beamte nicht mehr im Polizeidienst eingesetzt werden kann. Typische Beispiele f√ľr diese Art von Gesundheitsproblemen sind unter anderem:

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Depressionen
  • Diabetes
  • schwere Allergien

Ein Polizist gilt dann als dienstunfähig, wenn er innerhalb eines halben Jahres länger als 3 Monate krank geschrieben war und keinen Dienst leisten konnte. Besteht Grund zur Annahme, dass der Polizist innerhalb der nächsten 6 Monate nicht wieder voll dienstfähig wird, wird seine Dienstunfähigkeit erklärt.

Die spezielle Dienstunfähigkeit

Diese Dienstunf√§higkeitsklausel greift, wenn der Beamte die speziellen Anforderungen des Polizeidienstes nicht mehr erf√ľllen kann. Ein typisches Beispiel stellt eine Verletzung der Schusshand dar, so dass der Polizist seine Dienstwaffe nicht mehr einsetzen kann.

Kann der Dienstherr den Beamten anderweitig nicht einsetzen, wird er wegen Dienstunf√§higkeit in den Ruhestand versetzt. Dieses Verfahren betrifft auch Justizvollzugsbeamte und Feuerwehrleute, wenn sie aus gesundheitlichen Gr√ľnden nicht mehr dienstf√§hig sind. Sie beziehen dann eine Dienstunf√§higkeitsrente.

Warum sollten Polizisten und Polizeianwärter eine Dienstunfähigkeitsversicherung abschließen?

Es ist sinnvoll, die Polizeidienstunf√§higkeit zu versichern, weil die staatliche Versorgung L√ľcken aufweist. Wird ein Polizeianw√§rter oder Beamter auf Widerruf aus gesundheitlichen Gr√ľnden unf√§hig, seinen Dienst zu verrichten, endet seine Laufbahn, bevor sie richtig begann.

Sie haben keinen Anspruch auf ein Ruhegehalt. Eine Nachversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung ist zwar m√∂glich, kann aber Versorgungsl√ľcken nicht schlie√üen. Das √ľbernimmt die Polizeidienstunf√§higkeitsversicherung.

F√ľr Polizeibeamte auf Lebenszeit lohnt es sich ebenfalls, wenn sie sich gegen Dienstunf√§higkeit absichern. Bevor sie Anspruch auf ein Ruhegehalt haben, m√ľssen sie eine Wartezeit von 5 Jahren einhalten.

Dazu kommt, dass die Leistungen der staatlichen Altersvorsorge in vielen F√§llen nicht ausreichen, besonders wenn die Polizisten noch j√ľnger sind.

Welche Absicherung erhalten Beamte im Fall einer Polizeidienstunfähigkeit?

Selbst nach der Verbeamtung ist die finanzielle Versorgung verbesserungbed√ľrftig. Beamte auf Lebenszeit erhalten ein Ruhegehalt, dass sich nach der letzen Besoldung und der Anzahl der Dienstjahre richtet. Das Gehalt entspricht ungef√§hr 35 – 70 Prozent der letzten Besoldung.

Welcher Tarif gilt, ist im Beamtenversorgungsgesetz des Bundes und der Länder geregelt. Beamte auf Probe gehen dagegen vollkommen leer aus.

Sie haben keinerlei Anspruch auf Versorgungsleistungen, falls sie keine Dienstunfähigkeitsversicherung abgeschlossen haben.

Worauf sollten Polizisten beim Abschluss einer Dienstunfähigkeitsversicherung achten?

Finanzexperten raten, beim Abschluss der Versicherung auf folgende Punkte zu achten:

  • Der Vertrag sollte eine echte Dienstunf√§higkeitsklausel enthalten. Diese Klausel wird auch Beamtenklausel genannt. Sie regelt genau, wann Polizisten Leistungen aus der Dienstunf√§higkeitsversicherung erhalten. Bei einer echten Beamtenklausel erhalten die Versicherungsnehmer bereits Leistungen, wenn nur eine allgemeine Dienstunf√§higkeit vorliegt. Der Versicherer folgt der Entscheidung des Dienstherrn und veranlasst keine eigene Pr√ľfung der Dienstunf√§higkeit.
  • Versicherung gegen Berufsunf√§higkeit: Der Dienstherr kann nur die Dienstunf√§higkeit feststellen, nicht aber die Berufsunf√§higkeit. Letzteres bedeutet, dass er gar keiner Arbeit mehr nachgehen kann.
  • Nachversicherungsgarantie: Durch ver√§nderte Lebensumst√§nde wie zum Beispiel eine Heirat oder die Geburt von Kindern steigen die Versorgungsanspr√ľche. Die Nachversicherungsgarantie gew√§hrleistet, dass die Dienstunf√§higkeitsversicherung angepasst und die Bez√ľge im Leistungsfall erh√∂ht werden k√∂nnen, ohne dass eine erneute Gesundheitspr√ľfung erfolgen muss.
  • Beitragsdynamik: Damit ist gemeint, dass die Beitr√§ge der Dienstunf√§higkeitsversicherung automatisch der inflation√§ren Entwicklung und den steigenden Lebenshaltungskosten angepasst werden, um im Leistungsfall den gewohnten Lebensstandard zu sichern. Diese Anpassung erfolgt ebenfalls ohne eine Gesundheitspr√ľfung.

Lassen Sie sich zum Thema Dienstunfähigkeitsversicherung beraten

Eines ist klar. Jeden Polizisten kann das Schicksal treffen, dass er aus dem einen oder anderen Grund dienstunfähig wird. Eine Dienstunfähigkeitsversicherung beugt den finanziellen Folgen eines derartigen Ereignisses vor.

Sie k√∂nnen die Absicherung nicht Ihrem Dienstherrn √ľberlassen, sondern m√ľssen die Angelegenheit selbst in die Hand nehmen. Surfen Sie auf Vergleichsportalen und schauen sich die Angebote namhafter Unternehmen wie der DBV Deutsche Beamtenversicherung, Signal Iduna oder der Allianz an.

Die Konditionen sind je nach Versicherer unterschiedlich. Daher lohnt sich ein ausf√ľhrlicher Vergleich im Internet. Der gibt Ihnen zumindest eine erste Orientierung, ersetzt aber keinesfalls eine pers√∂nliche Beratung durch einen unabh√§ngigen Finanzexperten.

Informieren Sie sich online und suchen sich einen Berater in Ihrer Nähe aus, um mit ihm einen Termin zu vereinbaren. Der Experte ist in der Lage, Ihre persönliche Situation genau einzuschätzen und rät Ihnen, was zu tun ist.

Wichtig ist nur, dass Sie das Vorhaben nicht ständig aufschieben, damit Sie im Falle der Dienstunfähigkeit gut versichert sind.

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