Hohes Ansehen, hoher Stress: Lehrer und Referendare brauchen eine Berufsunfähigkeitsversicherung

  • Lehrer sind einem h√∂heren BU-Risiko ausgesetzt als viele andere Beamte

  • staatliche Versorgung f√ľr Beamtenanw√§rter, Beamte auf Probe und in den ersten Dienstjahren unzureichend

  • private BU-Versicherungen schlie√üen die L√ľcke, wenn eine Dienstunf√§higkeitsklausel vereinbart ist

BU Online-Vergleichsrechner

Wir empfehlen: Die Berufsunfähigkeitsrente sollte mindestens 70 % Ihres aktuellen Nettoeinkommens betragen.

kostenlos & unverbindlich

Das Wichtigste in K√ľrze

  • Lehrerinnen und Lehrer tragen Verantwortung f√ľr ihre Sch√ľler. Anforderungen von Schulleitung und Eltern bedeuten zus√§tzlichen Stress. Heimarbeit f√ľhrt zu weiteren psychischen und physischen Belastungen. Deshalb ist das Risiko einer Berufsunf√§higkeit bei Lehrern h√∂her als bei vielen anderen Beamten.
  • Nur verbeamtete Lehrer mit mehr als vierzig Dienstjahren kommen in den Genuss einer einigerma√üen ausk√∂mmlichen Versorgung durch den Staat. Vor allem angestellte Lehrer, Referendare und Beamte auf Probe m√ľssen privat nachbessern.
  • Dazu eignet sich eine Berufsunf√§higkeitsversicherung mit Dienstunf√§higkeitsklausel.
  • Ein fr√ľher Vertragsabschluss bedeutet rechtzeitige Absicherung, niedrige Monatsbeitr√§ge und in der Regel keine Probleme mit dem Leistungsumfang wegen Vorerkrankungen.

Inhalt

Verteilung der häufigsten BU-Ursachen

Psychische Erkrankungen
0%
St√ľtz- & Bewegungsapparat
0%
Krebserkrankungen
0%
Unfälle
0%
Herzerkrankungen
0%
Sonstige
0%

Stand: 05/2020 © MORGEN & MORGEN, alle Rechte vorbehalten.
Quelle: Werte verifiziert durch MORGEN & MORGEN GmbH, Abb. D V20037

Diese Faktoren belasten die Gesundheit von Lehrern

Lehrer genie√üen ein hohes Ansehen ‚Äď durch die Covid19-Pandemie und das Aussetzen von Pr√§senzunterricht wurde vielen Eltern vor Augen gef√ľhrt, was die Lehrerinnen und Lehrer ihrer Kinder t√§glich leisten m√ľssen. Und durch Homeschooling konnten sie auch erfahren, mit welchem Stress die Aufgaben des Lehrers im Unterricht und dar√ľber hinaus verbunden sind.

Die Krankenkasse DAK-Gesundheit f√ľhrte eine Studie mit rund viertausend Unterrichtenden an Grundschulen durch. 40 % der Befragten f√ľhlten sich dauernd m√ľde und ersch√∂pft ‚Äď der beste Weg zur Berufsunf√§higkeit wegen Burnout. Tats√§chlich nehmen psychische Ursachen seit Jahren den Spitzenplatz ein, wenn Lehrer vorzeitig aus dem Dienst ausscheiden. Nacken- und R√ľckenschmerzen folgten auf Platz zwei. Dar√ľber klagten in der DAK-Studie 25 % der Teilnehmer. Zwar kann der Lehrer im Unterricht zwischen stehender und sitzender T√§tigkeit wechseln. Aber ein wesentlicher Teil seiner Arbeit findet zu Hause statt, auch vor der Einf√ľhrung von Distanzunterricht. Immerhin f√§llt der Stressfaktor L√§rm in der ‚Äězweiten Schicht‚Äú zu Hause weg. Das Vorbereiten der Stunden und Korrigieren von Klassenarbeiten findet aber oft an ergonomisch nicht geeigneten Heimarbeitspl√§tzen statt. Hinzu kommt die fehlende Trennung zwischen Arbeit und Privatleben im Homeoffice. Wer abends nicht abschalten kann, leidet unter Schlafst√∂rungen (17 % laut DAK) und tags√ľber unter Nervosit√§t (15 %) und Kopfschmerzen (13 %).

Quelle: DAK.de

Insgesamt werden rund 12 % der Lehrer nicht aus Altersgr√ľnden pensioniert, sondern weil sie dienstunf√§hig sind ‚Äď eine hohe Zahl trotz der schon seit den 1990er Jahren geltenden Einschr√§nkungen bei den Bez√ľgen. Dienstunf√§higkeit kann auf eigenen Antrag festgestellt werden. H√§ufig ist es aber der Dienstherr, der die Fr√ľhpensionierung anst√∂√üt. Dazu hat er nach dem Beamtenstatusgesetz (¬ß 26 BeamtStG) das Recht.

Staatliche Versorgung ist unzureichend

Aber sind Beamte nicht fein raus, wenn sie nicht mehr arbeiten m√ľssen? Sie sind doch vom Staat gut versorgt? Das stimmt leider nur f√ľr verbeamtete Lehrer, die mindestens vierzig Dienstjahre auf dem Buckel haben. Und selbst sie bekommen maximal 71,75 % der Bez√ľge eines aktiven Lehrers. F√ľr alle anderen sieht es deutlich schlechter aus.

Angestellte Lehrer

Sie haben keinerlei beamtenrechtliche Anspr√ľche, sondern sind in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert. Nach einer Wartezeit von f√ľnf Jahren sind sie gegen Erwerbsunf√§higkeit versichert. Erwerbsunf√§higkeit ist aber nicht dasselbe wie Berufsunf√§higkeit. Eine volle Erwerbsminderungsrente gibt es nur, wenn sie in gar keinem Beruf f√ľr mindestens drei Stunden arbeiten k√∂nnen. Aus dem Traumberuf des Lehrers wird dann vielleicht eine T√§tigkeit im Schulsekretariat, als Hausmeister oder in einem Callcenter in der Privatwirtschaft. Weder Einkommen noch soziale Stellung sind abgesichert. √Ąhnlich l√ľckenhaft ist auch die Leistung der Versorgungsanstalt des Bundes und der L√§nder (VBL).

Referendare

Sind sie Beamte auf Widerruf, f√ľhrt eine Dienstunf√§higkeit zur Entlassung aus dem Staatsdienst. Zwar werden sie in der gesetzlichen Rentenversicherung nachversichert, aber die Anspr√ľche sind aus den genannten Gr√ľnden v√∂llig unzureichend. Nur bei Dienstunf√§llen und sogenannten Dienstbesch√§digungen bestehen Unterhaltsanspr√ľche gegen den Staat.

Junge Lehrer

Wenn Lehrer verbeamtet werden, sind sie zun√§chst Beamte auf Probe. Ihr Status ist w√§hrend der ersten f√ľnf Jahre nicht besser als der eines Beamten auf Widerruf. Das bedeutet Entlassung bei Dienstunf√§higkeit und Nachversicherung in der Rentenversicherung. Wie beim Referendar gibt es keine Versorgungsanspr√ľche bei Freizeitunf√§llen oder Erkrankungen ohne Bezug zum Lehrerberuf.

Verbeamtete Lehrer

Hat ein Lehrer den Status eines Beamten auf Lebenszeit, beginnen nach f√ľnf Jahren ruhegehaltsf√§higer Dienstzeit seine Anspr√ľche auf eine Weiterzahlung der Besoldung bei Dienstunf√§higkeit. Allerdings h√§ngt die H√∂he des Ruhegehalts von den Dienstjahren ab. Zwischen dem sechsten und dem neunzehnten Jahr ist schon bei 35 % Schluss. Erst nach vierzig Jahren werden 71,75 % erreicht.

Berufsunf√§higkeitsversicherung f√ľr Lehrer fr√ľhzeitig starten

Die vielf√§ltigen BU-Risiken f√ľr Lehrer und die mangelnde staatliche Absicherung selbst f√ľr Beamte auf Lebenszeit lassen nur einen Schluss zu: Wer Einkommen und soziale Stellung auch nach Unfall oder Krankheit behalten will, muss mit einer Berufsunf√§higkeitsversicherung privat vorsorgen. Die Berufsunf√§higkeitsrente wird gezahlt, wenn der aktuelle Beruf aus gesundheitlichen Gr√ľnden nicht mehr ausge√ľbt werden kann. Auf die Erwerbsf√§higkeit in einem anderen Beruf mit weniger Einkommen oder geringerem gesellschaftlichen Ansehen kommt es nicht an. Der Staat bietet vor allem Referendaren, Beamten auf Probe und mit wenigen Dienstjahren nur unzureichende Sicherheit. Gerade deshalb ist der sehr fr√ľhe Abschluss einer Berufsunf√§higkeitsversicherung sinnvoll.

BU-Versicherung schon im Studium

Wussten Sie, dass Sie sich sogar schon w√§hrend des Lehramts-Studiums gegen Berufsunf√§higkeit versichern k√∂nnen? Die Berufsunf√§higkeitsversicherung f√ľr Studenten bietet vor allem den Vorteil g√ľnstiger Beitr√§ge, weil das Eintrittsalter niedrig ist. Darunter verstehen die Versicherer das Alter des Versicherten bei Vertragsbeginn. Die Beitr√§ge werden so kalkuliert, dass sie sich w√§hrend der Laufzeit nicht allein wegen des zunehmenden Alters √§ndern. Beitragssteigerungen gibt es nur, wenn sich auch die versicherte BU-Rente f√ľr den Lehrer erh√∂ht. Beginnt der Vertrag in jungen Jahren, bleibt mehr Zeit, Geld f√ľr die risikoreiche Zeit im h√∂heren Alter anzusparen. Deshalb sind die Monatsbeitr√§ge f√ľr junge Versicherte besonders niedrig. Ein zweiter wichtiger Aspekt sind die Gesundheitsfragen. Wer jung ist, hat wahrscheinlich weniger schwere Erkrankungen durchgemacht. Sie w√ľrden bei einem sp√§teren Vertragsabschluss zu Beitragszuschl√§gen, Leistungseinschr√§nkungen oder sogar zur Ablehnung des Antrags f√ľhren.

Tipp f√ľr Eltern: die Sch√ľler-BU

Man muss aber gar nicht bis zum Studium warten. Eine Berufsunf√§higkeitsversicherung f√ľr Sch√ľler gibt es bereits ab einem Alter von etwa zehn Jahren. Damit wird das Risiko versichert, dass es wegen Krankheit oder Unfall gar nicht erst zu Studium und Erwerbst√§tigkeit kommt. Statt auf die Erwerbsf√§higkeit wird hier auf die Schulf√§higkeit abgestellt.

Echte Dienstunf√§higkeitsklausel ‚Äď ein Muss in der Berufsunf√§higkeitsversicherung f√ľr Lehrer

Ein Problem aller Berufsunf√§higkeitsversicherungen f√ľr Beamte und damit auch f√ľr verbeamtete Lehrer ist die unterschiedliche Definition von Dienstunf√§higkeit im Beamtenrecht und Berufsunf√§higkeit in den Versicherungsbedingungen. Letztere leisten ab einer Berufsunf√§higkeit von 50 %. ¬ß 26 BeamtStG sieht aber ein Zurruhesetzungsverfahren vor, wenn ‚Äěkeine Aussicht besteht, dass […] die Dienstf√§higkeit wieder voll hergestellt‚Äú wird. Dienstunf√§higkeit kann also auch bereits gegeben sein, wenn der Beamte noch zu 80 % arbeiten kann. Im Ergebnis w√ľrde die BU-Versicherung dann trotz Dienstunf√§higkeit nicht zahlen. Ein verbeamteter Lehrer braucht also keine Berufsunf√§higkeitsversicherung wie ein Selbstst√§ndiger oder ein Arbeitnehmer der Privatwirtschaft, sondern eine Dienstunf√§higkeitsversicherung. Das wird erreicht durch eine Dienstunf√§higkeitsklausel. Empfehlenswert sind Vertr√§ge mit einer sogenannten echten Dienstunf√§higkeitsklausel. Sie regelt, dass der private Versicherer die Entscheidung des √∂ffentlichen Dienstherrn auch seiner Leistungspflicht zugrunde legt. Sobald der Lehrer wegen Dienstunf√§higkeit in den Ruhestand versetzt ist, hilft auch die Berufsunf√§higkeitsversicherung mit Zahlung der versicherten Rente und schlie√üt die verbleibende Einkommensl√ľcke.

BU-Versicherung Vergleich

√úber 50 BU-Tarife im Vergleich! Finden Sie den g√ľnstigsten Tarif f√ľr Ihre Berufsunf√§higkeitsversicherung.

kostenlos & unverbindlich