Erwerbsunfähigkeits­­versicherung

  • Finanzielle Absicherung bei Verlust der Arbeitskraft

  • Erwerbsunf√§higkeitsversicherung ohne Gesundheitsfragen m√∂glich

  • Versicherungsvergleich sch√ľtzt vor zu hohen Beitragskosten

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Wir empfehlen: Die Berufsunfähigkeitsrente sollte mindestens 70 % Ihres aktuellen Nettoeinkommens betragen.

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Das Wichtigste in K√ľrze

  • Die Erwerbsunf√§higkeitsversicherung ist eine finanzielle Absicherung beim Wegfall der Arbeitskraft durch eine Krankheit.
  • Sobald man weniger als 3 Stunden am Tag arbeiten kann, greift die Versicherung
  • Der Zugang wird durch g√ľnstige Beitr√§ge und dem Wegfall der Gesundheitsfragen erleichtert.
  • Die EU-Versicherung eignet sich f√ľr Personen ohne Zugang zur Berufsunf√§higkeitsversicherung

Inhalt

In der Regel zahlt die Versicherung eine monatliche Rente, sobald man nur noch weniger als drei Stunden am Tag arbeiten kann. Es ist auch egal, welche Ursachen die EU hat. Psychische Einschränkungen werden akzeptiert.

Eine private Erwerbsunf√§higkeitsversicherung deckt weniger Risiken ab als die BU-Versicherung. Sie ist aber erschwinglicher f√ľr Geringverdiener.

Definition Erwerbsunfähigkeits­­versicherung

Die Erwerbsunfähigkeitsversicherung, kurz EU-Versicherung, sichert eine Person im Falle der Erwerbsunfähigkeit finanziell ab. Sie ist vergleichbar mit der Berufsunfähigkeits- und der Arbeitsunfähigkeitsversicherung. Allerdings unterscheidet sich die EU-Versicherung durch die Voraussetzung an die Auszahlung der vertraglich vereinbarten monatliche Rente. Eine Person ist erwerbsunfähig, wenn sie durch eine Krankheit keiner oder nur einer sehr eingeschränkten beruflichen Tätigkeit nachgehen kann. Man unterscheidet zwischen der vollen Erwerbsunfähigkeit und der teilweisen Erwerbsminderung.

  • Ist eine Person durch Krankheit oder Behinderung nicht mehr in der Lage unter den markt√ľblichen Bedingungen mindestens drei Stunden t√§glichen zu arbeiten, spricht man von einer vollen EU.
  • Kann eine Person t√§glich mindestens drei, jedoch weniger als 6 Stunden einer T√§tigkeit nachgehen, handelt es sich um eine teilweise Erwerbsminderung.

Welche Leistungen √ľbernimmt der Staat bei Erwerbsunf√§higkeit?

Im Falle der Erwerbsunfähigkeit haben die Mitglieder der Rentenversicherung die Möglichkeit einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente zu stellen. Dieses Rentensystem existiert seit 2001 und löst die bisherige staatliche Absicherung zwischen Berufsunfähigkeits- und Erwerbsunfähigkeitsrente ab. Der Anspruch auf die Leistungen wird dabei im § 43 Sozialgesetzbuch VI geregelt und setzt folgende Kriterien voraus:

  • Die m√∂gliche Arbeitszeit liegt t√§glich unter 6 Stunden, wobei die T√§tigkeit keine Rolle spielt. Die Rentenversicherung wird zuerst pr√ľfen, ob durch eine Reha eine Eingliederung in den Arbeitsmarkt stattfinden kann.
  • Man hat mindestens 5 Jahre die Beitr√§ge f√ľr die Rentenversicherung gezahlt. Wartezeiten k√∂nnen unter bestimmten Voraussetzungen angerechnet werden.
  • In den letzten 5 Jahren vor der Erwerbsminderung hat man mindestens drei Jahre Pflichtbeitr√§ge gezahlt, wobei diese nicht zusammenh√§ngend sein m√ľssen.

Zus√§tzlich unterscheidet die Rentenversicherung ebenso zwischen voller und teilweiser Erwerbsminderung. Kann man noch zwischen 3 und 6 Stunden arbeiten, betr√§gt die H√∂he der monatlichen Zahlung nur 50 % der vollen Erwerbsminderungsrente. Auch wenn sich die H√∂he der Leistung nicht konkret vorhersagen l√§sst, ver√∂ffentlicht die Versicherung einmal im Jahr eine Renteninformation. F√ľr 2018 hat die Rentenversicherung eine monatliche Zahlung von 735 ‚ā¨ bei voller Erwerbsunf√§higkeit ausgewiesen.

Alle Jahrgänge vor 1961 genießen eine Sonderregelung. Sobald man im erlernten Beruf weniger als 6 Stunden arbeiten kann, hat man Anspruch auf die teilweise Erwerbsminderungsrente. Eine Eingliederung in den Arbeitsmarkt durch eine andere zumutbare Tätigkeit ist nicht vorgesehen.

Selbstst√§ndige haben in Deutschland keine Pflicht, in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen. Im Normalfall versichern sich Gewerbetreibende und Freiberufler durch eine Berufsunf√§higkeitsversicherung. Aber auch sie haben die M√∂glichkeit auf Antrag in die Rentenversicherung aufgenommen zu werden. Nachteilig ist in dem Fall nur, dass sie den vollen Beitrag zahlen m√ľssen und nicht vom Arbeitgeberanteil profitieren.

Berufsanfänger haben in den ersten 5 Jahren keinen Anspruch auf die vorzeitige Rente. Dies macht sie zu einer besonderen Risikogruppe. Ausnahmen bestehen nur im Zusammenhang eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit.

Vergleich: Das Lebenseinkommen

  • IT-Branche: 2.901.246 ‚ā¨
  • Hotels und Gastst√§tten: 1.311.317 ‚ā¨
  • Erzieher: 1.661.119 ‚ā¨
  • Automobilbranche: 3.013.645 ‚ā¨
  • Arbeit auf Mindestlohnniveau: 846.400 ‚ā¨
  • Hartz IV: 485.484 ‚ā¨

Quelle: Gehalt.de

  • Erwerbsminderungsrente: 396.900 ‚ā¨

(Berechnung: 735 ‚ā¨ * 12 * 45. Grundlage ist die Annahme von Gehalt.de eines Berufslebens von 45 Jahren)

Beispiel

Ein Dachdecker kann durch eine L√§hmung seiner Beine den Beruf nicht mehr aus√ľben. Ist dieser mit einer Erwerbsunf√§higkeitsversicherung ausgestattet, hat er keinen Leistungsanspruch und muss z. B. auf eine T√§tigkeit im B√ľro umsteigen. Bei der Berufsunf√§higkeitsversicherung h√§tte ein Dachdecker einen Anspruch auf die monatliche Zahlung der Versicherung, da er seinen Beruf nicht mehr aus√ľben kann.

Unterschied Berufsunfähigkeits- und Erwerbsunfähigkeits­versicherung

Die Berufsunf√§higkeitsversicherung und die EU-Versicherung dienen jeweils der finanziellen Absicherung beim Wegfall der Arbeitskraft. Unterschiedlich sind jedoch die Kriterien, um eine monatliche Leistung der Versicherung zu erhalten. Die BU-Versicherung zahlt, sobald der Versicherte ihren derzeitigen Beruf zu 50 % nicht mehr aus√ľben kann. Leistungen bei der Erwerbsunf√§higkeitsversicherungen werden dagegen erst ausgezahlt, wenn man keiner beruflichen T√§tigkeit nach gehen kann. Ist eine T√§tigkeit in einer anderen Branche m√∂glich, entf√§llt der Anspruch. Dieser Unterschied zeigt, dass das Leistungsspektrum der Berufsunf√§higkeitsversicherung deutlich umfangreicher ist. Allerdings ist diese f√ľr Personen aus Risikoberufsgruppen nur schwer zug√§nglich. Auch bei Gesundheitsfragen bietet die EU-Versicherungen einen leichteren Zugang.

Diese Vor- und Nachteile bietet die Versicherung

Vorteile

  • Klassifizierung der Risikoeinstufung in nur 2 Gruppen

    Beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung erfolgt die Risikoeinstufung in mehrere Klassen, sodass eine genauere Unterscheidung möglich ist. Die EU-Versicherung hat lediglich die A- und B-Klassifizierung.

  • EU-Versicherung ohne Gesundheitsfragen

    Der Zugang zu einer BU-Versicherung ist f√ľr Personen mit eingeschr√§nkter Gesundheit nahezu unm√∂glich. Viele Anbieter einer Erwerbsunf√§higkeitsversicherung erm√∂glichen dagegen eine Absicherung ohne Gesundheitsfragen abzuschlie√üen.

  • Aufstockung der Erwerbsminderungsrente

    Der Vergleich der Lebenseinkommen hat gezeigt, dass es kaum m√∂glich ist mit dieser Rente vern√ľnftig auszukommen. Die EU-Versicherung stockt diese Versorgungsl√ľcke auf. Somit ist man im Ernstfall finanziell gut aufgestellt.

  • Geringere Beitr√§ge

    Eine BU-Versicherung ist durch das ausf√ľhrliche Leistungsspektrum sehr teuer. Der Vergleich zu einer Erwerbsunf√§higkeitsversicherung zeigt, dass die Beitr√§ge hier auch f√ľr Geringverdiener erschwinglich sind.

  • Nachversicherungsgarantie

    Besteht bereits eine Versicherung in diesem Bereich, werden die Leistungen an den aktuellen Bed√ľrfnissen anpasst.

Nachteile

  • Beitragsaufschlag f√ľr Risikogruppen

    Personen, die zu den Berufsrisikogruppen geh√∂ren, m√ľssen mit h√∂heren Beitr√§gen rechnen. Dazu z√§hlen sowohl Berufe, die eine hohe k√∂rperliche Anforderung aufweisen, als auch Berufe, die psychische Belastungen beg√ľnstigen.

  • Lange Wartezeiten

    Betrachtet man unterschiedliche Anbieter können Wartezeiten von mehr als 5 Jahren auftreten. Vor allem Angebote, die auf Gesundheitsfragen verzichten, sind mit einer erhöhten Wartezeit ausgestattet.

  • Einschr√§nkungen durch Versicherer

    Die Versicherungsgesellschaften sind sich dem hohen Risiko beim Abschluss der Erwerbsunf√§higkeitsversicherung bewusst. Aus dem Grund sehen viele Gesellschaften Einschr√§nkungen und Ausschl√ľsse vor. Manche Berufsgruppen werden z. B. nur bis zu einem bestimmten Endalter versichert.

Welche Zielgruppe hat die Erwerbsunfähigkeits­versicherung

Grunds√§tzlich richtet sich die EU-Versicherung an Personen, die keinen Anspruch auf die Berufsunf√§higkeitsversicherung haben. Aber auch f√ľr Verbraucher, die sich eine BU-Versicherung nicht leisten k√∂nnen, ist die EU eine g√ľnstige Alternative. Dar√ľber hinaus stehen auch Personen mit einer Vorerkrankung sowie der Angeh√∂rigkeit zu Risikoberufen im Fokus der Versicherungsgesellschaften. Aber auch f√ľr Selbstst√§ndige kann die Erwerbsunf√§higkeitsversicherung eine passende Alternative darstellen. Liegt bei Unternehmern eine Berufsunf√§higkeit vor, wird von Versicherern in vielen F√§llen eine Zahlung verweigert. Das liegt daran, dass die Gesellschaften pr√ľfen, ob die Eink√ľnfte des Selbstst√§ndigen weiter gesichert werden k√∂nnen. In manchen F√§llen reicht eine kleine Umstrukturierung der Firma aus, um keine Leistungen auszahlen zu m√ľssen.

Die Berufsunf√§higkeitsversicherung ist eine wichtige Absicherung mit einem gro√üen Leistungsspektrum. Aus dem Grund sollten Personen mit Vorerkrankungen vorher ausf√ľhrlich pr√ľfen, ob die Krankheit tats√§chlich zum Ausschluss f√ľhrt. In vielen F√§llen l√§sst sich eine BU-Versicherung durch bestimmte Vertragsklauseln dennoch abschlie√üen. Die Vertragsfreiheit in Deutschland erm√∂glicht es, dass Ausschlusskriterien und Risikozuschl√§ge vereinbart werden k√∂nnen.

Die Einteilung der Versicherungen in A- und B-Berufe spielt f√ľr die H√∂he der Beitr√§ge eine Rolle. Zu den A-Berufen z√§hlen risikoarme Berufe, wie die von kaufm√§nnischen Angestellten. Zu den B-Berufen geh√∂ren risikoreiche Berufe, die eine hohe psychische und k√∂rperliche Belastungen einfordern. Je nach Klassifizierung f√§llt der Beitrag h√∂her oder niedriger aus. Zudem ist ein Berufswechsel der Versicherung zu melden. Dies k√∂nnte zu einer Neueinteilung in der A- und B-Klassifizierung sowie zu einer Beitragserh√∂hung f√ľhren.

Welche Kosten muss man beachten?

Die Kosten f√ľr eine Erwerbsunf√§higkeitsversicherung sind von den folgenden Faktoren abh√§ngig:

  • Ausge√ľbter Beruf
  • Alter
  • H√∂he der Rentenzahl im Leistungsfall
  • Risikomerkmale

F√ľr Personen, die 35 Jahre alt sind und einer k√∂rperlich anstrengenden Arbeit nachgehen, belaufen sich die Kosten auf etwa 55 bis 65 ‚ā¨ pro Monat. Im Vergleich: Die Beitr√§ge der BU-Versicherung belaufen sich bei gleicher Annahme auf √ľber 300 ‚ā¨ pro Monat.

Das sind die Testsieger aus dem Verbrauchertest

Neben der Stiftung Warentest gibt es weitere Verbraucherportale, die in regelm√§√üigen Abst√§nden die Versicherungsgesellschaften unter Lupe nehmen. Allerdings steht die Erwerbsunf√§higkeitsversicherung nur selten im Focus der Verbrauchertest. Lediglich Focus-Money hat sich zuletzt mit der EU-Versicherung gezielt auseinandergesetzt. Leider mit einem hohen Augenmerk auf die Beitragsh√∂he, sodass Aussagen √ľber das Leistungsspektrum schwerfallen. Neben Berufe, wie Tischler und Maler, wurden auch die T√§tigkeiten als Vertriebsleiter und Ingenieur in dem Verbrauchertest ber√ľcksichtigt. Folgende Versicherung haben sich in diesem Vergleich durchgesetzt:

  • AXA
  • DBV
  • Europa
  • Continentale

Den richtigen Anbieter finden

Bei der Auswahl einer Erwerbsunf√§higkeitsversicherung ist es wichtig die Angebote unterschiedlicher Anbieter zu vergleichen. Die Versicherung sollte an die pers√∂nlichen Bed√ľrfnisse angepasst sein und keine unzul√§ssigen Vertragsklauseln enthalten. Auf folgende Punkte sollte man unbedingt achten:

Steht ein Absatz zur Anzeigepflicht im Vertrag m√ľssen zus√§tzliche Risiken vom Versicherer nach Vertragsschluss der Versicherung gemeldet werden.

Es sollte darauf geachtet werden, dass die Rentenh√∂he den eignen Bed√ľrfnissen gerecht wird. Limitiert ein Versicherer die Summe ist Vorsicht geboten.

Viele Anbieter haben in ihren Vertr√§gen Formulierungen √ľber einen Prognosezeitraum. So muss z. B. die Erwerbsunf√§higkeit mindestens 6 Monate betragen, sodass man Anspruch auf Leistungen hat. Dieser sollte nicht √ľber ein halbes Jahr hinaus gehen. Ein √§rztliches Gutachten h√§lt dabei die Dauer der EU fest. In dem Zusammenhang definieren unseri√∂se Anbieter auch einen Zeitraum, ab dem eine erneute Pr√ľfung erforderlich wird. Dies sollte unbedingt vermieden werden.

Der Leistungszeitraum f√ľr die monatlichen Zahlungen wird von vielen Anbietern auf ein Alter limitiert. Man sollte darauf achten, dass der Zeitraum an die pers√∂nlichen Bed√ľrfnisse angepasst ist.

Bevor man einen Vertrag abschlie√üt sollte man mit einem unabh√§ngigen Versicherungsexperten sprechen, um die Risiken besser absch√§tzen zu k√∂nnen. Auch Online-Vergleichsangebote sind eine gute M√∂glichkeit, um die unterschiedlichen Anbieter auf Herz und Nieren zu pr√ľfen.

Fazit

Die Erwerbsunf√§higkeitsversicherung ist f√ľr viele Personen nicht erforderlich. In der Regel liefert eine BU-Versicherung den n√∂tigen Schutz, um beim Wegfall der Arbeitskraft finanziell abgesichert zu sein. Ist man jedoch in der Risikoberufsgruppe, hat eine Vorerkrankung oder der Zugang zur BU-Versicherung bleibt einen verwehrt, bietet die EU-Versicherung einen optimalen Schutz zu g√ľnstigen Preisen.

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