Wenn deine Berufsunfähigkeitsversicherung den Antrag ablehnt, dich auf einen anderen Beruf verweist oder die Rente plötzlich streicht, bist du nicht machtlos. Viele Ablehnungen halten einer rechtlichen Prüfung nicht stand. Wähle deine Situation und du bekommst eine konkrete Checkliste, was du jetzt tun solltest.
Was ist deine Situation?
Das kannst du jetzt tunGeh Schritt für Schritt vor und unterschreibe nichts vorschnell.
Antrag abgelehnt: deine nächsten Schritte
Fordere die schriftliche Begründung der Ablehnung an, Punkt für Punkt.
Prüfe, ob dir eine vorvertragliche Anzeigepflichtverletzung vorgeworfen wird, das ist der häufigste Ablehnungsgrund.
Lege schriftlich Widerspruch ein und nenne deine Gegenargumente mit ärztlichen Belegen.
Unterschreibe keinen Vergleich, bevor du eine fachkundige Einschätzung hast.
Verweisung: prüfe, ob sie überhaupt zulässig ist
Schau in deine Bedingungen: Bei Verzicht auf die abstrakte Verweisung darf der Versicherer dich gar nicht auf eine andere Tätigkeit verweisen.
Eine konkrete Verweisung ist nur zulässig, wenn die andere Tätigkeit deiner bisherigen Lebensstellung entspricht (Einkommen, Ansehen, Qualifikation).
Dokumentiere, warum die genannte Vergleichstätigkeit für dich nicht zumutbar ist.
Leistung eingestellt: die Beweislast liegt beim Versicherer
Bei der Nachprüfung muss der Versicherer beweisen, dass sich dein Gesundheitszustand nachweislich gebessert hat, nicht du das Gegenteil.
Lass die Einstellungsmitteilung formal prüfen, oft fehlt eine saubere Begründung.
Erfülle deine Mitwirkungspflichten, aber niemand darf unzumutbare Untersuchungen verlangen.
Verzögerung: so bringst du Tempo rein
Setze dem Versicherer schriftlich eine angemessene Frist zur Entscheidung.
Bei unbegründeter Verzögerung kann Verzug eintreten, dann sind sogar Verzugszinsen möglich.
Du kannst dich kostenlos beim Versicherungsombudsmann oder der BaFin beschweren.
Antrag läuft: so vermeidest du Fehler
Mach alle Angaben vollständig und wahrheitsgemäß, gerade zur Gesundheit. Lücken kosten später die Leistung.
Beschreibe dein konkretes Berufsbild genau: Tätigkeiten, körperliche und geistige Anforderungen, Arbeitszeiten.
Reiche aussagekräftige ärztliche Unterlagen ein, die die Einschränkung klar belegen.
Das gilt in jedem Fall
Deine Ansprüche verjähren erst nach 3 Jahren zum Jahresende, du hast also Zeit, aber warte nicht zu lange.
Du musst eine Ablehnung nicht akzeptieren, ein Widerspruch oder eine Klage ist oft erfolgreich.
Beschwerden bei Ombudsmann und BaFin sind für dich kostenlos.
Wichtig: Unterschreibe keine Aufhebungs- oder Vergleichsvereinbarung und kündige deinen Vertrag nicht, bevor dein Fall geprüft wurde. Damit verschenkst du oft bares Geld.
Kostenlose Ersteinschätzung deines Falls
Schildere uns kurz deine Situation. Wir sagen dir ehrlich, ob sich ein Vorgehen lohnt, und vermitteln bei Bedarf an einen auf BU spezialisierten Fachanwalt. Kostenlos und unverbindlich.
Danke, deine Anfrage ist da.
Wir schauen uns deinen Fall an und melden uns mit einer ehrlichen Ersteinschätzung. Kostenlos und unverbindlich.